Sisis geheimes Wissen

Klar – mit den Produkten von Sisi and Joe werden wir noch schöner. Warum aber nicht noch mit einigen Geheimtipps nachhelfen? Sisi selbst hatte da einige Rezepte parat, die wir uns an dieser Stelle mal etwas genauer ansehen, denn die schöne Kaiserin war auch hier ihrer Zeit voraus und wusste über die Wirkung von natürlichen Pflegeprodukten bestens Bescheid.

Sie war zu ihrer Zeit eine der schönsten Frauen der Welt – und hat sich das einiges kosten lassen. Alleine mit der Pflege ihrer knöchellangen Haare verbrachte sie täglich bis zu drei Stunden. Ihre – zugegebenermaßen nicht gerade veganen – Rezepte für Gesichtsmasken mit Fleisch, Milchbäder und Ei-/Cognac-Haarpackungen sind heutzutage berühmt. Doch Sisi hatte auch Geheimrezepte aus rein pflanzlichen Wundermittelchen parat. Heutzutage ist es geradezu verblüffend, wie viel sie offenbar über die Wirkungsweise von Pflegeprodukten wusste – Geheimnisse, die erst Jahrzehnte später gelüftet wurden.

Haarspülungen und Gesichtswässer

Sisi spülte ihre Haare nach der Wäsche mit aufgegossenem und abgekühltem Grünen Tee, was ihre Haare seidig glänzen ließ – heute wissen wir, wieso: Grüner Tee ist ein wahrer Fänger von freien Radikalen, die die größten Feinde unserer Haut und Haare sind.

Wenn Sisi den Grünen Tee nicht auch als Gesichtswasser benutzte, dann meistens Veilchenwasser oder Rosenwasser. Das Geheimnis dieser Wässer: Sie sind das Überbleibsel der Herstellung von ätherischen Ölen. Die Hydrolate enthalten die wertvollen wasserlöslichen Pflanzenteile, die bei der Destillation übrig bleiben, wirken erfrischend, tonisierend und zum Teil antibakteriell.

Gesichtsmasken

Neben den berüchtigten Masken aus rohem Fleisch, vor denen angeblich sogar dem Kaiser graute, griff Sisi auch zu pflanzlichen Wundermittelchen: Gurkenmasken erfrischen und kühlen die Haut und werden auch heute noch gerne wegen ihrer feuchtigkeitsspendenden und kühlenden Wirkung angewandt.

Außerdem verwendete Sisi liebend gern eine Maske aus zerdrückten Erdbeeren. Zugegebenermaßen etwas dekadent – doch betrachtet man heute die Wirkung, ist Sisis Wahl erstaunlich: Die Fruchtsäure der Erdbeeren wirkte wie ein leichtes Fruchtsäurepeeling, das man heute bei jeder Kosmetikerin machen lassen kann. Es verjüngt die Haut und befreit sie von abgestorbenen Hautschüppchen und Unreinheiten.

Bäder

Nicht nur ihre Gesichtshaut sollte weich, rein und gepflegt sein: Sisi badete möglichst oft in Olivenölbädern, um ihre Haut geschmeidig zu machen.

Außerdem widmete sie sich fast täglich dem ausgiebigen Ritual von abwechselnden Dampf- und Kaltbädern, um die Haut straff zu halten. Heute ist bekannt, dass Wechselduschen das Bindegewebe tatsächlich straffen.

 

Wie umstritten ihr übertriebener Schönheitskult auch war und ist, eines ist klar: Ihre Rezepte waren nicht so weit hergeholt wie damals vermutet. Dass das Kollagen im Fleisch die Haut verjüngt, Grüner Tee antioxidativ wirkt, Fruchtsäure die Haut erstrahlen lässt und Hydrolate antibakteriell sind, wusste damals nur die schönheitsbewusste Kaiserin, die ihrer Zeit voraus war. Würde sie jedoch in unserer Zeit leben, würde sie so wie wir bestimmt lieber zu natürlichen und wirksamen Hautpflegeprodukten greifen, die diese Wirkstoffe optimal vereinen.