14. Juli 2016 – Internationaler Tag des Edelweiss

Bewusstsein schaffen für ein wahres Naturwunder: Mit dem „Internationalen Tag des Edelweiss“ am 14. Juli 2016 wollen wir mehr Bewusstsein und Kenntnis zum Edelweiss, einer der bedeutendsten Pflanzen unserer Erde, in der Bevölkerung schaffen. 

Das weltberühmte Edelweiss (Leontopodium alpinum), vor hunderten Jahren als „Bauchwehbleamerl“ in der Volksmedizin verwendet, ziert Trachten, Lederhosen und Almhütten. Es ist ein begehrtes Symbol der Liebe, besungen in Hymnen, Blockbustern und Musicals wie „Sound of Music“, ist ewiger Mythos und Kitsch. Das Edelweiss, „der weiße Stern der Alpen“ und auch „die ewig Schöne“ genannt, ist aber viel mehr.

Noch weitestgehend unbekannt: die ganz besonderen Kräfte.

Heute entdeckt man, dass im Edelweiss wahre Wunderkräfte stecken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die hochwirksamen Inhaltsstoffe starkes antioxidatives Potential haben, gegen freie Radikale wirken und DNA protektiv sind. Daher schützen diese Wirkstoffe auch unsere Haut.
In der Medizin haben neueste Versuche ergeben, dass sich ein Inhaltsstoff der Pflanze, das Leoligin, als potenter Wirkstoff gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße eignet.
Physiker sind von der Widerstandsfähigkeit des kleinen Wunders gegen die starke ultraviolette Strahlung der Sonne in großen Höhen fasziniert. So erkannte man, dass die Strahlung durch die feinen Härchen des Edelweiss umgeleitet und so die UV-Energie absorbiert und damit unschädlich wird.

Retten wir das Edelweiss in Österreich.

Das Edelweiss ist seit 1886 streng geschützt. Eine notwendige Maßnahme, da es durch den aufkommenden Tourismus als begehrtes Souvenir nahezu ausgerottet wurde. Heute macht der Klimawandel dem Edelweiss zu schaffen. Klimaexperten rechnen damit, dass sich der natürliche Lebensraum mittelfristig etwa um drei Viertel reduzieren wird, im schlimmsten Falle dürfte das Edelweiss in ca. 40-50 Jahren ausgestorben sein.

Dem versucht man gegenzusteuern. In Form von biologischem Anbau bemüht man sich diese wertvolle Pflanze zu kultivieren. Die Schweiz hat damit bereits Mitte der 90er Jahre begonnen. In Österreich wurde ein erstes Forschungsprojekt zu einem Testanbau in den Steirischen Naturparken 2013/2014 umgesetzt. Noch 2016 soll ein weiteres Projekt gestartet werden. Ziel ist, dass innerhalb der nächsten 2-3 Jahre ein qualifizierter, quantitativer biologischer Anbau des Edelweiss in Österreich sichergestellt wird. Damit will man nicht nur ein Symbol Österreichs, sondern auch eine wertvolle natürliche Ressource für viele Anwendungsbereiche schützen und für kommende Generationen sichern.

Die „Renaissance“ des Edelweiss.

Es ist also an der Zeit sich diesem Naturwunder Edelweiss ganz besonders zu widmen. Mit der Initiative „Internationaler Tag des Edelweiss“ wollen wir jedes Jahr im Juli, zu der Zeit, wenn das Edelweiss blühend in voller Pracht in den Alpen zu finden ist, auf diese ganz besondere Pflanze aufmerksam machen.

Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern im Bereich Forschung & Entwicklung, Anbau und Kultivierung, der Extraktion der Inhaltsstoffe bis hin zur Verwendung des Edelweiss, z.B. in hochwertigen Hautpflegeprodukten, eine bedachte, naturnahe und nachhaltige „Renaissance“ dieser Heilpflanze in Österreich anstreben.

DI Peter Fromme-Knoch, Gerhard Schmid, Barbara und Jörg Tinnacher

siin life Marketing & Vertriebs GmbH

Graz, 08.07.2016

Basisinformationen:

Das Edelweiss.

Das Edelweiss gehört zu der großen Familie der Korbblütler, die ca. 25.000 Arten, unterteilt in 1.500 verschiedene botanische Gattungen, umfasst. Zur Gattung „Leontopodium“ gehören etwa 30 bis 40 Arten, die hauptsächlich in Asien (Himalaya, Altai, Sibirien und China) vorkommen, wobei die größte Artenvielfalt im tibetischen Hochland zu finden ist.
Eine Urform des „Leontopodium“ soll nach der letzten Eiszeit in die Alpen eingewandert sein und sich in zwei unterschiedliche Arten aufgespaltet haben, welche sich von den übrigen Vertretern dieser Gattung unterscheiden und nur in den Gebirgen Zentral- und Osteuropas vorkommen. Das „Leontopodium alpinum“ kommt in den Pyrenäen, den innereuropäischen Alpen, im Jura, im ligurischen Apennin, dem nördlichen Balkan und in den Karpaten vor. Das „Leontopodium nivale“ hingegen wächst in den Abruzzen, Shleijb bei Ipek und im Pirin-Gebirge.

Zum Namen.

Der botanische Name „Leontopodium alpinum“ leitet sich von der charakteristischen dichtfilzigen, weißen Behaarung ab (griech. Leon für Löwe, podion für Füßchen). Weitere Trivialnamen sind Wollblume, Bauchwehbleamerl, Almsterndl, Federweiss, selten auch Silberstern und Wülblume (in der Schweiz). Der Name „Edelweiss“ dürfte 1785 in Osttirol oder dem benachbarten Kärnten geboren worden sein.

Der Lebensraum des Edelweiss.

Das Edelweiss gedeiht in voller Sonne, auf kalkhaltigen, schwach humosen Böden in Höhen von ca. 1.500 bis 3.000 Metern. Es reagiert sehr empfindlich auf Nässe. Bei vollsonnigen Standorten entwickelt es die weißen, strahlenden Blätter. An halbsonnigen Standorten bleiben die Blätter eher grau. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm. Die Blütezeit ist von Juni bis September.
Die Almpflanze findet sich auf steinigen Wiesen, Kalksteinfelsen, seltener auf Alpwiesen, ist ungleichmäßig verteilt und bevorzugt felsige Kalksteinumgebung auf Höhenlagen zwischen 1.500 und 3000 Metern. Es zeigt eine Präferenz für kieselsäurehaltige Standorte, auch auf Kalk.

Vorkommen in Österreich.

In Österreich findet man das Edelweiss z.B. in Kärnten am Gailtaler-Höhenweg, am Blumenberg, dem Blaser oder am Gamsjoch im Karwendel in Tirol oder in der Steiermark bei Tragöss, alle in ca. 2.000 m Seehöhe. Ein kleines Anbaufeld mit Edelweiss im biologischen Anbau befindet sich bei „Veronikas Kräuterhof“, in Fischbach in der Steiermark, auf ca. 1.000 m Seehöhe.

Links:

http://www.blaserhuette.at

http://gipfelfieber.com/2014/08/12/gamsjoch-edelweiss-edelweiss-und-noch-mehr-edelweiss-bergtour-karwendel-eng-risstal/

http://www.bergfex.at/sommer/steiermark/touren/wanderung/3414,edelweisswiese-bei-tragoess/

http://www.veronikas.at

Blüte und Blätter.

Die Edelweiss-Blüte ist nur eine Scheinblüte. Der Eindruck entsteht durch die dicht-weißfilzigen Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sitzen zu vielen Hunderten, in einzelnen Blütenkörben organisiert, inmitten des Sterns beisammen und bilden zusammen mit den Hochblättern eine bestäubungsbiologische Einheit.
Der blendend weiße Schimmer auf den Hochblättern entsteht durch die Reflexion von einfallendem Licht auf tausende kleine Luftbläschen, die in den krausen Haaren der Pflanze gefangen sind. Dieser Schimmermantel ist Signal für Honig suchende Insekten, Verdunstungsschutz, und schützt das Edelweiss auch vor einem Wärmeverlust. Bestäuber sind vor allem Fliegen, sowie Hautflügler, Falter und Käfer. Im Tiefland wachsende Pflanzen werden größer und erscheinen wegen der weniger dichten Behaarung grünlich.

Die Wirkstoffe des Edelweiss.

Im Edelweiss sind zahlreiche Wirkstoffe enthalten. Der renommierte Forscher Prof. Dr. Hermann Stuppner von der Universität Innsbruck spricht von über 100 bekannten Wirkstoffen, die sowohl in der Medizin als auch der Hautpfleg einen hohen Wirkungsgrad aufweisen. Hier die Wichtigsten:

Leoligin

Forscher der Abteilung Pharmakognosie des Instituts für Pharmazie der Universität Innsbruck haben in Edelweiss-Wurzeln den Wirkstoff Leoligin entdeckt, der die Behandlung von Gefäßerkrankungen revolutionieren könnte. In Zellkulturanalysen zeigte sich der Inhaltstoff Leoligin als wirksames Mittel gegen Verdickungen der Innenwand von Blutgefäßen. Gefäßwandverdickungen gehören zu den wichtigsten Ursachen zahlreicher Herzkreislauferkrankungen und bilden die Vorstufe von Arteriosklerose.

Flavonoide.

Die Flavonoide befinden sich in den oberirdischen Teilen von Blütenpflanzen. Dort haben sie die Aufgabe den Blüten, Blättern und Früchten ihre Farbe zu verleihen. Flavonoide wirken im menschlichen Organismus wie ein Frischhaltemittel. Sie werden vorbeugend gegen diverse Krankheiten eingesetzt. Sie haben eine heilende Wirkung bei chronischen Krankheiten, wirken gefäßstärkend, entzündungshemmend und krampflösend.

Anti-Oxidantien

Das Edelweiss enthält sehr hochwertige Anti-Oxidantien und hat hervorragende nährende und erfrischende Eigenschaften. Sie wirken hyposensitiv, stimulieren die Blutzirkulation, Hauterneuerung und Zellelastizität und reduzieren dabei freie Radikale.

Für weitere Auskünfte.

Wir stehen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung und vermitteln dich auch nach Rücksprache gerne an unsere Partner (Universität Innsbruck, Naturparke Steiermark, Joanneum Research, Kräutergarten Veronikas Kräuterhof).

Bitte kontaktiere uns unter:

siin Marketing & Vertriebs GmbH

Kontakt: Mag. Jörg Tinnacher, jt@siin-life.at

8010 Graz, Münzgrabenstraße 94/1

Tel.: +43-316 33 71 05

office@siin-life.at

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